Arbeitsrecht

Kündigungsschutzklagen

 

Kündigungsschutzklagen sind ein probates Mittel für Arbeitnehmer sich gegen eine ausgesprochene Kündigung zu wehren. Bei großen Unternehmen ist die Anwendbarkeit des Kündigungschutzgesetzes häufig gegeben, allerdings muss der Arbeitgeber auch hier eine Vielzahl von Aspekten beachten, die Anhörung des Betriebsrats und eine fehlerfreie Sozialauswahl sind hierbei nur zwei Beispiele. Doch auch bei Kleinunternehmen, bei denen das Kündigungsschutzgesetz keine Anwendung findet, sind Sie einer Kündigung nicht schutzlos ausgeliefert. Hier kann eine Kündigung häufig nach Treu und Glauben, § 242 BGB, unwirksam sein. Aus der Rechtsprechung hat sich diesbezüglich eine Vielzahl von Fällen herausgebildet.


Abmahnungen

Nicht jede Anweisung zu vertragsgemäßem Verhalten durch den Arbeitgeber bedarf einer besonderen juristischen Bewertung. Erst, wenn es sich um eine Abmahnung im rechtlichen Sinne handelt, sollte sich der Arbeitnehmer juristischen Rat einholen. Eine Abmahnung bedarf der Einhaltung verschiedener Kriterien und stellt im rechtlichen Sinne die Rüge eines nicht vertragsgemäßen Verhaltens dar und die Aufforderung sich in Zukunft vertragsgemäß zu verhalten. Die Abmahnung kann im Zweifel und bei zukünftigen Zuwiderhandlungen in eine Kündigung münden. Aber aufgepasst: auch hier muss der Arbeitgeber eine Vielzahl von Aspekten beachten. Die Abmahnung ist dabei an keine besondere Form gebunden. Aus Beweisgründen wird sie jedoch regelmäßig schriftlich erteilt.


Entgeltforderungen

Aus dem Arbeitsverhältnis erwachsen Pflichten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Hauptleistungspflicht des Arbeitsgebers ist dabei die Zahlung des Arbeitslohnes und dies unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen. Nicht jede vertragliche Regelung ist dabei wirksam und eine Vorenthaltung des Arbeitsentgeltes kann häufig existenzbedrohendes Ausmaß annehmen.


Abfindungen

Im Rahmen der Abwicklung des Arbeitsverhältnisses und der Unmöglichkeit der Weiterführung eben dieses ist eine angemessene Abfindung häufig eine angemessene Entschädigung für den Arbeitnehmer. Die Höhe ist dabei von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Unter anderem von der Dauer der Betriebszugehörigkeit, der Höhe des Verdienstes und der Art und Weise der Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Vielfach spielt die Abfindung auch bei Aufhebungsverträgen eine wichtige Rolle.


Kündigungen

Als Arbeitgeber wird man häufig auch vor die unangenehme Frage gestellt, ob an dem Arbeitsverhältnis mit einem Arbeitnehmer noch weiter festgehalten werden kann. Dabei können personenbezogene, wie auch verhaltensbezogene Gründe eine tragende Rolle spielen. Fakt ist jedoch, dass der Arbeitsgeber eine Kündigung niemals ohne eine vorhergehende juristische Beratung aussprechen sollte. Hier sind eine konkrete Dokumentation und Weitblick maßgeblich. Dabei ist Kündigung nicht gleich Kündigung. Kann an dem Arbeitsverhältnis, unter Abwägung beiderseitiger Interessen, auf keinen Fall mehr festgehalten werden – beispielsweise aufgrund eines ganz erheblichen Vertrauensverstoßes – so sollte über eine fristlose außerordentliche Kündigung nachgedacht werden. Ist dies nicht der Fall steht noch die ordentliche Kündigung zur Wahl. Diese muss jedoch vor allem bei befristeten Arbeitsverhältnissen ausdrücklich im Arbeitsvertrag geregelt werden. Wir beraten Sie hinsichtlich allen Vertragsgestaltungen, bei Abschluss eines Arbeitsvertrages aber auch bei der Beendigung durch Kündigung.